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Samstag, 15. Januar 2011

Die Basketballfans in Deutschland

Viele Teams können sich wirklich über die tollen Fans in Deutschland freuen! Selbst kleine Hallen sind oft bis zum letzten Platz gefüllt und die Fans pushen ihren Verein nach vorn und kämpfen mit den Spielern zusammen.
Auch nach Niederlagen oder bei Teams, die im Abstiegskampf stecken, sind die Fans immer da! Dafür ein großes Lob. Es gibt sogar einige wenige Basketballverrückte, die selbst zu den oftmals mehr als 500 Km entfernten Auswärtsspielen mit fahren.
Auch die Strukturierung der Fans klappt meist gut: Jedes Team hat mindestens einen eigenen Fanclub. In dieser Hinsicht ist die Beko BBL sehr gut organisiert. Einige Vereine gehen sogar soweit, eigene Fanlieder zu komponieren. Das ist natürlich für jeden Fan dieser Vereine eine große Bereicherung und man kann sich besser mit dem Club identifizieren. So hat die Band "Woom" vor einigen Jahren das Lied "Ein Team, ein Traum in Magenta" aufgenommen. Damit werden die Telekom Baskets aus Bonn unterstützt.
Man kann hier eigentlich gar kein Musterbeispiel nennen, da wirklich alle Teams im Oberhaus ihre Hausaufgaben in Sachen Fans gemacht haben.
Allerdings sieht es schon in der ProB ganz anders aus. Nur wenige Teams melden mehr als 1.000 Zuschauer pro Spiel. Verständlich, wenn die Hallen einfach uralt sind und der VIP-Bereich eine normale Tribüne ist, die einfach nur durch Absperrbänder von den anderen Plätzen getrennt ist. Allerdings kann man hier auch nicht viel erwarten, da der Etat dieser Klubs oft sehr gering ist. Basketball ist eben nicht gleich Fußball. In deutschen Hallen sucht man (meist) vergebens nach Prominenten Zuschauern und es gibt auch keinen großen Presseauflauf.
Vor allem in den unteren Ligen und im Jugendbereich ist die Unterstützung von den Rängen mehr als dürftig.
Das liegt einfach daran, das Basketball in Deutschland nicht besonders beliebt oder bekannt ist. Basketball ist ja schließlich in Deutschland auch nur Sport Nummer 3 nach Fußball und Handball.
Hier muss dringend etwas getan werden, denn ohne Zuschauer verkommt der Jugendbereich komplett, obwohl es doch sehr viele junge Talente gibt.
Auch die Zahl der Basketballvereine ist zu gering. So hat Brandenburg z.B. nicht mal einen eigenen Basketballverband (!). Jugendteams aus Brandenburg müssten dann in der JBBL oder NBBL spielen, was viel zu aufwändig wäre.
Senioren/-innenteams müssten in einer der Regionalligen starten, was oft von der Qualität des Kaders gar nicht möglich wäre.
Hier ist ganz Basketball-Deutschland zum Handeln aufgerufen. Mit der Hilfe der Fans kann etwas ganz großes geschaffen werden. Jemand muss nur den Anfang machen!

In diesem Sinne!

 J'n'M

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