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Freitag, 14. Januar 2011

Deutsche in der BBL

Unser erster Artikel... und worum geht es?
Über eins der Hauptprobleme der Beko BBL: Die Deutschenquote.
Es ist seit Jahren ein Problem: Die BBL wird von Amerikanern "beherrscht". Wenn man sich heutzutage ein BBL-Spiel ansieht, sieht man meist 4 Amerikaner und  vielleicht ein Deutscher gegen 5 andere Amis. Nur etwa 30% aller Spieler haben die deutsche Staatsangehörigkeit. Etwa 55% der Spieler sind US-Amerikaner, die restlichen 15% sind Spieler anderer Staatsangehörigkeit.
Während Teams wie Ulm oder Trier die Initiative ergriffen haben und auf (junge) deutsche Spieler oder deutsche Talente setzen und so zu Vorbildern wurden/werden, gibt es auch immer noch viele Negativbeispiele. Der Hauptstadtclub und frühere Serienmeister ALBA Brelin ist eines davon.Wenn man sich den Kader Berlins ansieht, fällt auf, dass zwar recht viele Deutsche im Kader stehen, diese aber sehr wenig Einsatzzeit bekommen. Auch in den Statistiken bleiben für deutsche Spieler nur die unteren Ränge: Bester deutscher Punktesammler bei ALBA ist Kapitän Patrick Femerling mit 5,4 PPG. Ansonsten verbucht kein ALBA-Spieler mehr als 4 PPG. Auch die Einsatzzeit für deutsche Spieler ist sehr mau: Außer Femeling spielt ein deutscher Spieler bei ALBA selten mehr als 10 Minuten pro Spiel. Neuzugang Heiko Schaffartzik spielte bisher exakt 41Sekunden. Lucca Staiger hat sich nun besser in die Mannschaft integriert und darf nun mehrere Minuten auf Korbjagt gehen. In diesen Minuten zeigt er oft, welches Potenzial in ihm steckt.
Wenn deutsche Spieler bei ALBA Einsatzzeit bekommen, sind die meist Veteranen ( Patrick Fermerling, 34 Jahre, Sven Schultze, 32 Jahre). Für junge Spieler sieht es sogar noch schlechter aus. Mehr als 5 Minuten Einsatzzeit in der Garbage Time springt eigentlich nie für sie heraus. Das zeigt das Beispiel Philip Zwiener. Jahrelang bekam er kaum Einsatzzeit unter Coach Luka Pavicevic. Jetzt zeigt er als bester deutscher Scorer der BBL in Trier, was er kann und überzeugt viele Fachleute. Er ist auch beim Allstarday dabei, und das zu recht.
ALBA ist aber längst nicht das einzige Negativbeispiel: Vor allem kleine BBL-Klubs setzen immer noch auf Amerikaner. Meist bleiben diese Spieler höchstens ein Jahr bei ihrem Team. Anstatt auf Kontinuität und junge deutsche Spieler zu setzen, rütteln diese Teams jede Saison ihren Kader ordentlich durch. Nur wenige Spieler (und das sind meist die, die kaum Spielzeit bekommen) bleiben länger als 2 Jahre bei ihrem Team.
Währen es in ProA, ProB und den Regionalligen schon etwas besser mit der Einsatzzeit für deutsche Spieler klappt, setzen die meisten BBL-Teams weiter stur auf ausländische Spieler.
Hoffentlich nehmen sich die anderen BBL-Teams an Trier und Ulm ein Beispiel und setzen häufiger auf deutsche Spieler.
Das würde die Liga mit Sicherheit auch für Fans viel interessanter machen, da sie sich dann mit den Spielern viel besser identifizieren könnten.

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